§§ 15 ff. des tarifvertrages für den öffentlichen dienst – tvöd

Nach erfolgreichem Abschluss des Vorbereitungsdienstes können sich neu qualifizierte Lehrer um eine Festanstellung an öffentlichen Schulen bewerben. Je nach Bundesland sollte der Antrag an das Kultusministerium oder an die zuständige Schulaufsichtsbehörde gerichtet werden. Eine Entscheidung über die Einstellung wird zentral auf der Grundlage von offenen Stellen und nach den Kriterien Eignung, Qualifikation und Leistungsnachweis getroffen. In einigen Bundesländern werden einige der Stellen auch unter Berücksichtigung des Profils einer bestimmten Schule ausgeschrieben, und die jeweilige Schule nimmt an der Auswahl der Bewerber teil. In solchen Fällen sind die Anträge manchmal direkt an die jeweilige Schule zu richten, der Termin wird jedoch nicht von der Schule selbst, sondern vom Ministerium für Bildung und Kultur oder von der Schulbehörde, die ihr berichtt, vorgenommen. Erfolgreiche Bewerber werden in der Regel auf Bewährung zu Beamten ernannt. Während der Probezeit, die für Lehrer in der Regel eine Dauer von 2,5 Jahren (höherer Dienst) oder drei Jahre (Seniorendienst) hat und die unter bestimmten Umständen verkürzt oder verlängert werden kann (höchstens bis zu fünf Jahre), wird die Eignung und Leistung eines Lehrers im Hinblick auf seine künftige Ernennung zum ständigen Beamten überwacht. Angestellte Lehrer haben eine sechsmonatige Probezeit. In Berlin werden Lehrer nur als Angestellte eingestellt. In Sachsen sind seit Anfang 2019 voll ausgebildete Lehrer als Beamte beschäftigt; Diese Maßnahme ist derzeit bis Ende 2023 begrenzt.

Tarifverträge ermöglichen es den Bewerbern, genau zu sehen, welches Gehalt sie unter welchen Umständen erwarten können. Die Lohnskalen der IG BCE sind beispielsweise in die Lohnbesoldungsstufen E1 bis E13 unterteilt, wobei E13 das höchste Gehaltsniveau ist. Ein normaler Absolvent einer Fachhochschule beginnt in der Regel in der Lohnklasse E11, die je nach Bundesland ein Einstiegsgehalt vor Steuern von rund 35.000 Euro pro Jahr festlegt. Nach sechs Arbeitsjahren wird sich dieses Gehalt bereits auf rund 47.000 Euro erhöht haben. Ausgezeichnete Gehaltsaussichten erwarten Spezialisten in den Biowissenschaften. Nach Angaben des Verbandes für Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) liegen die Einstiegsgehälter für Akademiker zwischen 38.000 und 50.000 Euro pro Jahr vor Steuern. Das genaue Lohnniveau hängt von der Qualifikation, den aktuellen Tarifverträgen und der individuellen Verhandlungsfähigkeit ab.